Karmische Prinzipien im Hundesport.

Seit vier Jahren befasse ich mich intensiver mit Buddhismus. Dazu gekommen bin ich über Brigitte Zahrl und ihr karmisches Businessfrühstück. Die vier Schritte, die zum Erfolg führen, sind so simpel, dass es ein ganzes Weilchen gedauert hat, bis ich anfing, die vier Kaffeehausschritte anzuwenden.

  1. Formuliere in einem Satz, was du dir wünscht.
  2. Finde jemanden, der sich das auch wünscht.
  3. Gib der Person das Gewünschte.
  4. Freue dich darüber.

So weit, so gut. Mein Wunsch war schnell formuliert: 

Ich wünsche mir einen Irish Wolfhound, der ein guter Courser ist. 

Nach der rennbegeisterten Enya und der sehr erfolgreichen Courserin Lilly kam mein Seelenhund Élaine zu mir. Sie bereichert mein Leben, hat aber die sportlichen Ambitionen von Winston Churchill. 2015/16 fuhr ich mit ihr regelmässig zu Coursingtrainings. Doch all mein Wissen und Bemühen machte aus ihr keinen Coursinghund. Einmal lief sie, dann wieder nicht. Geshela sagt: „Hör auf, Dinge zu tun, die nicht funktionieren.“

Ich fing also damit an, eine Züchterin dabei zu unterstützen, für ihre beiden äusserst talentierten Hündinnen die Coursinglizenz zu erwerben. Sie war im Windhundesport absolut unerfahren und ich konnte ihr mit meinem Wissen helfen. Obwohl Élaine bei manchen Trainings nur wenige Meter lief, genoss ich die gemeinsamen Trainingstage und erfreute mich an den beiden jungen Hündinnen, die schnell lernten und mit grosser Begeisterung liefen. Beide Hündinnen bekamen ihre Coursinglizenz und meine Freude darüber war so groß, als wären es meine eigenen Hunde.

Karmische Prinzipien im Hundesport

Karmische Prinzipien funktionieren auch im Hundesport

Der Samen geht auf

Eine der beiden Hündinnen hatte im Vorjahr einen Wurf und ich durfte einen Welpen aus dem Wurf zu mir nehmen. Private Turbulenzen verhinderten, dass ich mit dem Welpen so trainierte, wie ich es mit den anderen Welpen gemacht hatte. Ich ahnte aber auch, dass das bei dieser Hündin gar nicht so wichtig wäre. Wenn an den karmischen Prinzipien was dran ist, dann würde sie die Coursinghündin sein, die ich mir wünsche. Wenn frühes Antrainieren zum Erfolg führen würde, hätte ja auch Élaine mit grösserer Begeisterung laufen müssen … 

Ich übte mich also in Geduld und als die Hündin ein Jahr alt wurde, machte ich etwas, was nach Ansicht erfahrener Windhundesport-Menschen selten funktioniert und bei einem Irish Wolfhound schon gar nicht: Ich fuhr zu einem Training, bei dem die Hündin das allererste Mal überhaupt mit einem „Hasi“ (so nennen wir das Lockmittel, welches vom Hund verfolgt werden soll) bekannt gemacht werden sollte. Dort meldete ich sie für eine 350m-Runde an und ging mit ihr zum Start. 

Training im Hundesport

Die Menschen, die mich kannten, vermuteten sicher, dass ich fleissig mit meiner Hündin trainiert hätte, bevor ich mit ihr auf die Rennbahn ging. Und so bekam ich sofort die gewünschte Runde, während alle anderen mit Anfängerhunden erst mal auf der Geraden üben mussten. Als wir an die Reihe kamen, machte ich mich mit meiner jungen Hündin auf den Weg zum Start. Easy folgte mir aufmerksam und neugierig. Als das Startprozedere begann, hatte ich, wie zuletzt sechs Jahre davor mit Lilly, plötzlich eine ungeduldig zappelnde Hündin in den Armen, die es kaum erwarten konnte, die Verfolgung von „Hasi“ aufzunehmen. Als ich sie beim Startkommando los liess, lief Easy engagiert die ganze Runde durch bis ins Ziel. Bingo! Ich hatte Freudentränen in den Augen, als ich Easy im Ziel einfing um den Platz für die nachfolgenden Hunde frei zu machen.

Den Samen für meine Coursinghündin habe ich offensichtlich erfolgreich gepflanzt. Die Unterstützung für die Züchterin war die wirklich funktionierende Vorbereitung für meine Coursinghündin Easy. Ich freue mich jetzt schon, dieses zarte Pflänzchen weiter zu hegen und weitere Samen zu pflanzen.

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